Die Ritter von der Tafelrunde*

Zu Anfang wurden wir belächelt, als wir diese Analogie für das international verstreute Team eines globalen IT-Projektes verwendeten.

Heute beginnen die meisten e-mails mit „dear knights“. Den Weg dorthin konnten wir durch eine ausbalancierte Projektarchitektur ebnen, in der neben „formaler Strenge und Arbeitsdisziplin“ ausreichend Raum für die Entwicklung einer eigenen Teamidentität geschaffen wurde. Wöchentliche Telefon- und Videokonferenzen dienen der Fortschrittskontrolle und der Bearbeitung des faktischen Abstimmungsbedarfes zwischen den fünf Teilprojektmanagern und dem Projektleiter. Strategische Themen bleiben weitestgehend einer regelmäßig stattfindenden realen Tafelrunde vorbehalten, die einer bewährten Musteragenda folgt.

Ein ganzer halber Tag (!) ist einer dezidierten Teamentwicklungs-Sequenz gewidmet. Hier ist Raum für persönliches Kennenlernen, Feedback-Runden und gemeinsame Erfahrungen außerhalb des Projektalltags. König Artus „Empfehlungen“ werden hier umgesetzt. Und zwar nicht auf Vorrat, sondern immer am aktuellen Teambedarf orientiert.

* Die Idee verdanken wir Jaclyn Kostner, die in ihrem Buch „König Artus und die virtuelle Tafelrunde“ beschreibt, wie man Teams aus der Ferne zu Höchstleistungen führt.